Rebecca und Lake:
In Sachen herumhängen und einfach nur Zeit mit dem Pferd verbringen, hat er uns aufgetragen, dass Pferd zu spiegeln. Dabei die Hand auf den Widerrist legen und jede Bewegung nachahmen. Mit der Zeit beginnt das Pferd dann einen selbst zu spiegeln. Parallelen dazu gibt es ja auch bei Nevzorov, bei dem die Synchronisation mit dem Pferd eine große Rollle spielt.
Am Boden: Die erste Einheit beinhaltete Abstand wahren. Da Lake sehr fordernd ist und einfach in meinen persönlichen Bereich eindringt, war das Motto „stay away from my Stick“. Er durfte nicht näher zu mir kommen, als meine Gerte oder mein Arm lang war. So lernte er, dass er meinen persönlichen Bereich respektieren muß und ich, dass nur weil er nicht mehr so nah bei mir ist, das nicht heißt, dass er mich verlässt.


Auf dem Pferd: Zuerst haben wir „power of focus” geübt (siehe Demotag) Und immer den eigenen FOKUS beachten!!! Wenn wir dahin gucken wo wir hin reiten, wirkt das wunder. Da Laker immer zum Tor wollte und gegen das Seil zog, haben wir zuerst mit diesem Druck standhalten begonnen. Auf keinen Fall darf man anfangen zu ziehen (siehe Demotag Muli). Da Lake einen sehr starken Oppositionsreflex a la Muli hat, musste ich zusätzlich dann mit dem inneren Schenkel anstupsen, damit er mir seinen Hals gibt und aufhört gegen zu ziehen. Nachdem das im Schritt und Trab sehr gut klappte, übten wir angaloppieren. Wie immer auch hier „natural power of focus“. In der Vergangenheit hatten wir Probleme, mit Hilfen ignorieren, wegrutschen, hinfallen, buckeln oder in Ecken laufen. Hauptproblem war natürlich wie immer: Ich selbst! Nachdem ich wirklich dorthin geguckt habe, wo ich hinreiten wollte und nicht das fokusiert habe, wo ich auf keinen Fall hin wollte (die Ecke), funktionierte alles wie von selbst. Er galoppierte Runde um Runde ohne dass ich den Zügel gebrauchen musste. Das angaloppieren selbst, war problemlos, nachdem ich alles was schreckliches passieren könnte aus meinem Hirn verbannt hatte und mit der Galopphilfe auch wirklich galoppieren wollte. Ich wusste selbst nichts von meinen Blockaden, bis Ian sie aufdeckte!
Bodenarbeit Tag 2: Drawing game: Zuerst musste ich auf mich aufmerksam machen. Bei Lake mussten wir dazu eine Plastiktüte zur Hilfe nehmen. Kastanie war sehr sensibel und hat sehr schön auf geringste Bewegungen, z.B. eindrehen der inneren Hand, reagiert. Hat man die Aufmerksamkeit des Pferdes verhält man sich, als hätte man einen unsichtbaren Führstrick mit dem man das Pferd führt, dreht oder die Richtung wechselt. Beim Richtungswechsel das umgreifen am Strick nicht vergessen! Man kann dann zwischen Driving und Drawing (wegschicken und herholen) variieren und es ist faszinierend wie die Pferde sich dirigieren lassen. Beim Driving hinter dem Pferd darauf achten, dass man beim Abwenden, den inneren unsichtbaren Zügel, annimmt und sich Außen groß macht. Das Pferd wird dadurch eingeladen abzuwenden, da man innen kleiner wirkt und es sich dahin abwendet.
Fazit: Alles hängt von der Selbstkontrolle, bzw Körperkontrolle ab. Je deutlicher ich Signale gebe und je bewusster ich mir über meine Bewegungen bin, desto besser versteht das Pferd was ich von ihm will. Und was das wichtigste für mich war, was Ian mir mit auf den Weg gab: Don’t take it personal!!!
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