Kabardiner – Exoten in Deutschland. Eine echte Liebhaberrasse.

Wie gut, wenn man eine Kollegin hat, deren Job unter Anderem die Betreuung des Kabardiner-Zuchtverbands in Deutschland ist. Und noch besser, wenn sie in die Heimatregion des Kabardiners im Kaukasus in Russland fährt, um sich dort die Zucht und Haltung anzuschauen. Denn sie hat tolle Fotos mitgebracht. Vielen Dank dafür, Claudia!
Kabardiner sind eine typische Gebirgspferderasse. Das bringt automatisch eine gute Trittsicherheit und Ausdauer mit sich. Es sind nicht unbedingt die schnellsten Pferde, aber können in Distanzritten so manch andere Rasse hinter sich lassen. In ihrer Heimatregion, Kabardino-Balkarien, werden sie als Lastenträger und Autoersatz genutzt, Hirten hüten auf ihren Rücken die Pferdeherden.

Aufgrund ihrer Zucht von Reitervölkern, für die das Pferd oft der wichtigste Besitz war, können sie sehr stark auf einen Menschen geprägt werden – ein sicherer Schutz vor Diebstahl. Sie haben einen starken Herdentrieb.

Es kommen vorwiegend Braune und Dunkelfüchse vor.
Kabardiner erfreuen sich übrigens auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit, auch wenn es noch eine sehr seltene Rasse hier ist. Es gibt lediglich 5 eingetragene Zuchthengste und 17 Zuchtstuten. Aber am liebsten möchten die Deutschen sowieso Pferde aus dem Ursprungsgebiet und importieren. Meist sind diese Pferde aber noch nicht ausgebildet. Klar, wenn man sich die unterschiedlichen Haltungsformen anschaut. In Kabardino-Balkaria werden die Pferde in großen Herden gehalten, die Weiden sind nicht eingezäunt, die Tiere werden also gehütet. Es gibt zwar teilweise einen kontrollierten Einsatz von Deckhengsten in einer Herde, eine lückenlose Abstammung darf man aber sicherlich nicht erwarten. Doch auch in Russland gibt es ein Stutbuch für die Kabardiner, in das sogar einige der deutschen Tiere aufgenommen wurden.

Na, habt Ihr Lust auf Kabardiner bekommen? Dann informiert Euch doch hier einfach ausführlicher! Oder macht am besten auch mal einen “Ausflug” in den Kaukasus und schaut Euch die tollen Pferdchen in ihrer Heimat an.