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Archiv: Was wir machen

Kurs mit abenteuerlicher Fährenfahrt

Dienstag, Mai 14th, 2013

Mehr Bildchen hier.

Spirale der Genauigkeit und Dreifaltigkeit

Mittwoch, November 28th, 2012

Ich beginne mal ganz wichtig mit einem Zitat. Von Pablo Casals ist es. Er ist zwar nicht geritten aber er spielte Cello und das ziemlich gut…

Und zwar antwortete er im Alter von 93 Jahren auf die Frage warum er immer noch 3 Stunden am Tag Cello üben würde: “Ich beginne gewisse Fortschritte zu bemerken… Und das ist es was in mir ist. Ich merke, dass ich besser werde”

when Casals (then aged 93) was asked why he continued to practice the cello three hours a day, Casals replied, “‘I’m beginning to notice some improvement…’ [A]nd that’s the thing that’s in me. I notice myself getting better at this,”

Es gibt immer etwas zu verfeinern und verbessern und wer behauptet er könne schon reiten kann es mit relativer Sicherheit eben nicht! Denn ihm fehlt das Verständnis dafür wie komplex und wie fein es überhaupt sein kann. Behaupte ich jetzt einfach mal so. Es ist eine Art Spirale der Genauigkeit und somit der Feinheit. Als Gegensatz zur Spirale der Gewalt. Die Betonung liegt jedoch auf Genauigkeit, denn immer wieder höre ich “Feine Hilfegebung” aber was nützt es fein und zart zu sein wenn es nicht durchdacht, mit System, effektiv und sinnvoll ist? Viele Reiter reiten mit feinen Hilfen, dennoch sind sie oft machtlos wenn das Pferd etwa den Kontakt zum Zügel meidet, die Dehnungshaltung oder die Aufrichtung verweigert, nicht auf  Schenkelsignal hin größere Schritte macht oder andere Dinge nicht von sich aus macht und deswegen Signale dafür lernen müßte aber nicht beigebracht bekommt. Denn fein und nett sein allein ist halt noch keine Sprache.

Aber ich will ja nicht abschweifen… die Spirale der Genauigkeit also… ja, man kann immer noch genauer und mit noch unmerklicheren Signalen noch vollkommenere Reaktionen hervorrufen. Es kann immer noch etwas präziser sein, man kann damit spielen “ein bischen mehr” und “ein bischen weniger” sagen zu können oder Übergänge jeder Art geschmeidiger und lockerer hervorzurufen. Man kann Tritte verlängern und dann wieder mehr nach oben herauslassen, man kann die Seitengänge in Dehnung oder in Aufrichtung reiten oder in einer Position dazwischen, mit mehr oder mit weniger Abstellung usw. Und die Seitengänge führen mich zur erwähnten Dreifaltigkeit, hehe.

Im laufe der Ausbildung sollte das Pferd immer leichter auf Schenkel- und Zügelsignale hin reagieren uuund auf Gewichtsignale. Die Gewichtshilfen sind die dritten im Bunde. Man setzt sie ganz natürlich beim Anhalten und Rückwärtsrichten ein aber auch bei den Seitengängen. Und hier ist die Idee der Légèreté anders als z.B. Natural Horsemanship und verschiedene Dressurgedanken. “Wir” sitzen immer in Bewegungsrichtung nicht immer in Biegungsrichtung, das erwähnte ich hier bestimmt schon mehrmals und das kann man auch z.B. in “Irrwege der modernen Dressur” nachlesen. So ein Blog soll ja kein Lehrbuch sein sondern Erlebnisse aus der Praxis erzählen. Also los: Traversalen, da neigen viele Menschn, ich leider mit einbegriffen, sich erstens zu verkrampfen und zweitens unnötig deutlich die Beine irgendwohin zu plazieren. Die Aha-Effekt-Lösung ist nun, dass wenn man das Schulterherein, so wie wir es machen den Steigbügel in Bewegungsrichtung hin belastend reiten, inneres Bein am Gurt, äußeres verwahrend leich (!) zurückgelegt man durch simples Gewichtumlagern, also anderen Steigbügel mit Gewicht belasten in die Traversale zur anderen Richtung hin gelangen kann. Ohne irgendein Bein oder Zügel irgendwo anders hin zu bewegen. Natürlich kann man in unveränderter Beinposition statt mit dem inneren Bein am Gurt nun mit dem äußeren Bein leicht (!) zurückgelegt korrigieren falls das Pferd nicht gleich auf die Gewichtshilfe reagiert. Übergänge von Schulterherein-Traversale-Schulterherein nur ducht Gewichtshilfe macht das Pferd aber aufmerksam auf dieses Signal und das ist wichtig und elegant!

Fotos gibt es leider keine weil kein Wetter war und alle verwackelt sind.

Mirchen hat eine Idee…

Dienstag, September 11th, 2012

Hier, fotografisch festgehalten, der Augenblick in dem eine Idee entsteht.

Hat sie etwa vor mal eine Piaffe auszuprobieren??? …nein…

Sie möchte mal aus dem Fenster gucken! Was da draußen so los ist.

Merhr Bilder hier.

Kurswochenende

Sonntag, Juli 1st, 2012

mit Peter Aßmann

Galopp war toll!

Freitag, Mai 18th, 2012

Irgendwie hat er meine Anfrage nach Galopp in Konterstellung falsch verstanden. Jedenfalls war seine Antwort auf das was er verstanden hat (vermutlich Galoppwechsel) wohl eher NEIN…

“Das hat er ja noch nie gemacht…”

Ansonsten war er aber brav und charmant, wie immer. Mehr Bildchen gibt es hier.

Nachtrag: Er hat es auch jetzt danach nie wieder gemacht. Diesen Move hat er sich wohl extra fürs große Publikum aufbewahrt. Hehe

To leglesson or not to leglesson, that is the question

Donnerstag, März 22nd, 2012

Im Moment gibt es leider keine neuen Fotos

Die leg lesson, oder Schenkellektion, ist ein Vorgehen bei dem man dem Pferd die Bedeutung des Reiterschenkels erklärt. Wer schon weiß wie es geht kann diesen Abstz überspringen und direkt zu dem kommen was ich hier in den Raum werfen wollte. Ein junges oder nicht ganz korrekt unterwiesnes Pferd weiß nicht was es bedeutet wenn der Reiter Signale mit dem Schenkel gibt (grob gesagt: zwei Schenkel soll heißen vorwärts und zwar schneller, ein Schenkel soll heißen seitwärts). Das muß man dem Pferd so erklären, vorrausgesetzt man hat es selber so klar vor Augen. Also gibt man sein leichtes Schenkelsignal und erklärt durch antippen mit der Gerte, dass das Vorwärts heißt. Geht das Pferd vorwärts ist man glücklich. Wird es dann von alleine wieder langsamer nimmt man nicht etwa wieder den Schenkel sondern erklärt direkt mit der Gerte, dass es nicht selbständig langsamer werden soll sondern dann sogar besser schneller. Hat das Pferd das Verstanden, tritt aber zu langsam oder träge an schickt man es sofort in die nächsthöhere Gangart und die möglichst flott. Dann hat es die Wahl zwischen sofort und fleißig z.B. im Schritt anzutreten oder im Trab oder gar Galopp zu fetzen. Das verstehen die Pferde normalerweise sehr schnell. Die Gerte sollte im übrigen immer “erklärend” nicht “strafend” eingestezt werden. Das kann uch mal deutlich sein aber nie so sein wie “FALSCH! Du hast nicht gut genug reagiert! Klatsch”. Das Ganze kann man natürlich statt Gerte mit einem Seil oder einer Plastiktüte-an-Stab, oder Sprühflasche machen. Alles was dem Pferd die Idee gibt loszulaufen.

So eine Schenkelerklärung ist eine klassische Konditionierung und klappt sehr gut. Aaaber… Was ist wenn das Pferd es prinzipiell verstanden hat aber dennoch nicht prompt und voller Schwung und Eifer reagiert und losmarschiert wie ein Paradepferd? Ich denke kaum, dass es nicht will. Ich denke es kann vielleicht nicht. Ja! Und zwar nicht weil es lahm ist oder ähnliches sondern weil es sich verkrampft. Bei Rennpferden konnte in einer Studie gezeigt werden, dass die Peitsche im Endspurt keinen Einfluß auf den Sieg hat und in einem Rennpferdetrainingsbuch, dessen Titel ich gerade nicht parat habe, wurde sogar gemutmaßt, dass die Peitsche im Endspurt die Pferde sogar langsamer macht, eben weil sie sich verkrampfen und dann keine optimale Leistung mehr bringen können. Vielleicht halten sie sogar den Atem an.

Ich kenne das nur zu gut: Ich habe eine Aufgabe verstanden (deklaratives Gedächtnis) kann sie deswegen aber noch lange nicht ausführen (prozedurales Gedächtnis). Und das gilt nicht nur für kompliziere Dinge wie ein Salto Mortale. Wenn man gehetzt ist oder wird dann verbockt man manchmal die einfachsten Abläufe und bewegt sich auch nicht geschmeidig, mit losgelassener und dabei kraftvoller Muskulatur, fast wie im Tanz… und probiert mal wie es sich anfühlt ein paar federnde Schritte einzubauen und hüpft wie auf einer Frühlingswiese. Wenn ich gehetzt werde stopler ich über meine eigenen Füße, mache kurze abgehackte Bewegungen, schmeiße Sachen um die ich versuche hastig wieder hinzustellen und dabei bleibe ich am nächsten Gegenstand wiedermals hängen, spanne alle Muskeln an, die ich habe (was für geschmeidige Bewegungen nicht gerade hilfreich ist) und brauche eine ganze Weile um wieder auszuspannen. Ich war dabei nicht faul und nicht wiederspenztig, ich war nicht ungehorsam und nicht unmotiviert. Ich war nicht losgelassen. Und Losgelassenheit ist etwas, dass man eher nicht mit einer Peitsche erreicht und natürlich nicht mit drückenden Schenkeln.

Meine beiden Pferdekandidaten reagieren zumindest extrem positiv darauf wenn ich die Schenkel nur als Rhythmusänderungssignal gebe und statt direkt mit der Gerte zu kommen die Übergänge einfach nochmal und nochmal abfrage, immer genau so zart aber schnell aufeinanderfolgend (z.B. 3 oder 5 Galoppsprünge-Schritt, nochmal). So präzise es geht aber nie “lauter”. UND (!) selber maximal losgelassen sein. Denn das ist ein sehr guter Gedanke:

Man sollte lieber mal an sich arbeiten bevor man meint irgendetwas am Pferd verbessern zu wollen. Meistens muß man dann nämlich garnichts mehr am Pferd verbessern wenn man sich fertig korrigiert hat. Das gilt auch für die Losgelassenheit und den Schwung. Ich achte im Moment nur darauf, dass meine Arme und Beine hängen wenn ich reite und dass ich den Rhythmus spüre und wie es Ray Hunt schreibt: den Beinen die Zeit gebe zu reagieren. Wenn ich also ein Bein bewegen oder anhalten will das andere Bein schon mal so plaziere, dass es dem angesprochenem Bein leicht fällt. Er sagt z.B. beim Anhalten verlangsamt man ein Bein und stoppt dann das andere. Oder wenn ein Bein nach außen zur Seite treten soll, dann plaziert man das andere Bein schon einen hauch weiter innen um es zu erleichtern.

Mein Fazit aus den letzten Wochen ist, dass meine Pferde keine Leglessons gebraucht haben sondern einen einfühlsameren Reiter.

Nachtrag: Der Eomèr war gestern Abend so eifrig, dass er selber seinen tollen Fliegtrab angeboten hat und ich ihn nur lassen und bewundernd loben mußte.

Thermodynamik, Wissenschaft und rohe Eier

Freitag, März 16th, 2012

“Viel hilft viel” und “Von nix kommt nix”, also die Gesetze der Thermodynamik scheinen für Pferde nicht zu gelten…

Mirchen und Eo sind ja, sagen wir mal, neigen nicht gerade zu Überreaktionen. Beide sind sehr Artig und gehorsam aber eben ein bischen introvertiert. Ist ihnen etwas unangenehm machen verhalten sie sich ein bischen und machen weniger. Und gerade bei dieser Tendenz ist jedes mehr an Anweisungen absolut tötlich für den “flow”. Das weiß ich ja und versuche schon immer höflich und entspannt zu sein. Letztens habe ich dann aber einen Artikel gelesen der mich auf eine gute Idee gebracht hat.

Aaalso, in der Studie haben sie Pferden, während sie geritten wurden ein Endoskop in die oberen Atemwege plaziert und haben geguckt wie sich da die Atmung bei vorgeschädigten Pferden (Atemgeräusch/Leistungsverminderung) verändert wenn die Pferde mit offenem Genick (und Zügelkontakt) und mit 10° hinter der Senkrechten verändern. Wie erwartet ist letzteres schlechter aber was noch dazuuntersucht wurde waren die Einwirkungen des Reiters. Und jede Hilfe bzw. Sporenkontakt, Übergänge und enge Wendungen hat die Atmung verschlechtert. Ist jetzt etwas unzulässig gekürzt, wer es genau wissen will lese hier nach und rüge mich. Auf jeden Fall hatte ich danach ein Augenmerk darauf, dass Schenkelhilfen und Übergänge, vor allem abrupte, das Pferd in so etwas grundlegendem wie seiner Atmung stören können.

Die Pferde kaum berühren und geschmeidige Bewegungen war mein Mantra für diese Woche.  Ich war sehr sanft in meiner Körpersprache, dabei natürlich nicht nachlässig mit miener Exaktheit und habe mir und den Pferden mehr Zeit gelassen aber dafür praktisch unmerkliche Zeichen gegeben. Zum antraben habe ich mir nur vor meinem geitigen Auge vorgestellt ich trabe und mirchen hat sofort mit dem Ohr gehorcht. Ich habe sie gelobt und es nochmal gedacht. Und so konnte ich schritt für schritt innerhalb von wenigen Minuten antarben indem ich an Trab denke und der riesen Utreschied war, dass Samira und später Eomer unglaublich aufmerksam geworden sind, richtig hingehocrcht haben und ganz freudig angetrabt sind, als würden sie sich total freuen das Signal erkannt zu haben.

Dann kam der Galopp. Dank des Kommentars von Henning zum letzten Wissensschnipsel hatte ich da die Idee kein Schenkelsignal im Sinne von Berührung hinzutun zu geben sondern durch Platz machen. Ich habe mit dem Inneren Schenkel etwas Luft gegeben (hinten außen sitzen geblieben) und Samira ist ohne mit der Winper zu zucken in diesen Freiraum hinein-angaloppiert. Ich weiß, die Westernreiter werden vermutlich nicht übermäßig verwundert sein aber ich war es. Zumal sie es anders gelernt hatte und es dennoch so zu bevorzugen scheint. Ich habe mich gefreut, sie schien sich auch zu freuen und wir sind ein paar mal auf dem Zirkel immer links, schritt, rechts, Schritt, links,… angaloppiert und sie war nicht klemmig, die ohren waren locker und der feierabend war fast zauberhaft. Zum “Dank” hat Eomer mich dann sehr ausgiebig an Armen und Schultern abgeleckt, was weniger zauberhaft aber nett gemeint war.

Seit dem reite ich die beiden, die doch so robust erscheinen, wie rohe Eier. Also sehr vorsichtig aber so genau, dass sie mir nicht aus der Hand kullern und zerschellen. Um es mal bildlich zu umschreiben. Und die Gesetze der Pferdodynamik besagen offensichtlich: “Wenig hilft viel” und “Von praktisch nichts kommt was und zwar Tolles”.

Wissensschnipsel

Sonntag, Februar 12th, 2012

Mirchen am Tag nach dem Kurs, Obeyah passt auf. War wohl anstrengend…

Was haben wir am Wochenende gelernt? Einiges. Leider erstmal, dass ein gefrohrener Hallenboden auch dann nicht besser wird wenn man ihn eggt und eine Art Gefrierschotter daraus macht… Mirchen-Unkaputtbar konnte sogar halbwegs darauf laufen Eo hat sich sehr schwer getan. So wurde der Kurs auf den Samstag beschränkt und heute hatten die Pferde Spaziergehfrei.

Meine beiden Wissenschnipsel vom Samstag die ich hier kundgeben möchte sind:

Bei Mirchen ist die Lernphase um Verständniss der Zügelhilfen längst abgeschlossen, sie ist in der “Kannphase” und nicht mehr in der “Lernphase”. Also brauche ich ihr diesbezüglich nicht mehr groß Erklärungen angedeihen zu lassen sondern kann durchaus auch mal nur die Hände kurz schließen um sie im vorgegebenen Rahmen zu halten, z.B. in Übergängen oder Seitengängen. Dieses kurze “festgestellten” der hand heißt nicht starr und auf keinen Fall ziehend. Darüber habe ich schon einmal was geschrieben und gemalt. Natürlich würde man sofort wieder flexibler wenn das Pferd  Widerstand zeigt. Man muß natürlich immer schlau bleiben und es dem Pferd leicht machen. Ich kann z.B.  verlangen, dass es in Seitengängen die gegebene Haltung bewahrt aber ich kann als Einstieg etwa in die Traversale einen 2 cm tiefer eingstellten Hals anbieten und wenn das Pferd so erstmal locker in die neue Bewegung hineingefunden hat, während der Übung wieder etwas mehr Aufrichtung abfragen. Man braucht dafür das Feingefühl sowohl zu erkennen was für eine Aufrichtung das Pferd leisten kann ohne zu verkrampfen und welche Position für dieses Pferd diese Übung am einfachsten macht. So kann man die eine Position trainieren und die andere benutzen bis vielleicht irgendwann beide die selbe sind.

Beim Eomerreiten ist  mir folgendes besonders hängengeblieben: Ich glaube der Wortlaut war “Wenn er antrabt treibst du schon längst nicht mehr”. Ich habe ab da das Auslassen der Hilfen soweit verbessert, dass ich wirklich das Signal für antraben gegeben habe und dann bereits aufgehört, im Vertrauen, dass nicht mißbraucht wurde, dass er daraufhin antraben wird. Ich habe also aufgehört bevor seine Reaktion kam. Das hat den Vorteil, dass r viel losgelassener in den Trab oder den Schulterhereintrab hineinkommt. Natürlich ist diese Übung auch eher was für die “Kannphase” in der er weiß was das Signal heißt und zuverlässig darauf reagiert.

Ich fand diese beiden scheinbaren Kleinigkeiten irgendwie toll und wirkungsvoll. So toll, dass ich nur mal am Rande erwähne, dass Mirchen letzte Woche fliegenden Galoppwechsel auf der langen Seite von innen nach außen und umgekehrt gerafft hat.  Einfach nach einem Kruppeherein oder -heraus fragen.

Fotos gibt es leider nicht weil die SD-Chipcarte hinter das Armaturenbrett gefallen ist… Es sah aber wahrscheinlich so ähnlich aus wie hier nur mit mehr Winterfell. Hehe.

Die Werratal-Prärie

Samstag, Februar 11th, 2012

Liberty mit Mirchen… und Eo

Mehr Bildchen hier.

Ausdauer, Kraft und Präzision

Sonntag, Februar 5th, 2012

Wir haben unser Trainingsprogramm neuerdings etwas bewußter gestaltet. In drei Bereiche unterteil: Ausdauer, Kraft und Verständnis. Letzteres ist, wie ich meine, stark abhängig von der Präsision mit der ich mich verständlich mache. Soweit der Plan!

Bis uns der hart gefrohrene Boden (auch in der großen Halle) ein bischen einen Strich durch die Rechung gemacht hat wurde dieser Plan wie folgt umgesetzt: Für die Ausdauer sind wir morgens oder mittags ins Gelände geritten. Eine gute Strecke mit viel Bergauf und langen, um nicht zu sagen durchgehenden Galopp bzw. Trabstrecken. DieStandardrunde dauert so ca. 1,5 h wenn man Gas gibt und 3 h wenn man trödelt. Wir geben mittlerweile meistens Gas. Ein Pferd geht jeweils als Handpferd ohne Reiter.

Abends geht es dann in die Reithalle, Krafttraining und Verstehen. Für die Kraft, im Sinne von Kraft zu haben bestimmte Körperhaltungen zu halten, haben wir nach dem üblichen Aufwärmen in allen Biegungen und richtungen und Dehnungen, immer längere Reprisen in Aufrichtung mit genickbeugung und Zirkel verkleinern, in Schulterherein und Kruppeherein, bis zu volten in kraftvollem Kruppehereingalopp und ähnliches. Dann ind Vorwärts entlassen und nochmal. Der wachsenden Kraft und Leichtigkeit mit der die Pferde diese Aufgaben verrichtet haben wurden die Kraftreprisen länger.

Auch abends in der Halle habe ich am ewig verbesserungswürdigen Thema meiner Präzision und somit an dem Verständnis der Pferde gefeilt. Im Gelände lasse ich sie am langen, fast hingegebenen Zügel ihren Weg ein bischen selber finden. Im Kontrast dazu sind die Anweisungen in der Halle jetzt so genau wie ich nur sein kann. Das bedeutet NICHT, dass die Pferde  in einer Haltung, Bahnfigur, Seitengang oder Tempo festgehalten werden, nein, sie werden angewiesen dies oder jenes zu tun und in Ruhe gelassen aber dann werden schon geringste Abweichungen kurz korrigiert und sie werden wieder in ihre Verantwortung entlassen.

Die Resultate waren schon bald bemerkbar: 1) Je fitter die Pferde wurden desto lieber sind sie gelaufen. Wirklich erstaunlich was für einen Spaß sie bekommen haben zu laufen, laufen, laufen, auch in der Reithalle. 2) Auch die Kraft in Aufrichtung zu gehen und erhaben zu galoppieren hat sich schnell verbessert. Alles scheint leichter zu gehen. 3) Alle Einwirkungen sind viiieeel subtiler geworden weil ich erstens schon korrigiere bevor überhaupt äußerlich eine Abweichung sichtbar ist und somit ist auch die Korrektur nicht sichtbar und zweitens, so glaube ich, die Pferde endlich mal genau gezeigt bekommen was ich überhaupt von ihnen möchte. Denn wollen tun sie alle!

Sonntagsausflug zum Bilstein

Sonntag, Januar 15th, 2012

Mehr Bildchen hier.

Trainingswochenende

Montag, Oktober 10th, 2011

Wir wurden von Christiane Horstmann wieder etwas auf Vordermann gebracht.

Trab nach oben

Trab nach vorne (er verwirft sich ein bischen weil ich eine Hand gerade nicht am Zügel habe)

Kruppeherein

Kruppeheraus (auf der Volte, ganz schwierig…)

Schulterherein

Mehr Bildchen gibt es hier.

Hinten herum, vorne herum…

Freitag, September 9th, 2011

Mirchen und Eo sollen schneller und geschmeidiger auf den isolierten Schenkel (Hintern herum) und auf den indirekten Zügel, den “Neck rein” (Schultern herum) reagieren. Wie schon bei Ian Benson arbeiten wir an der Genauigkeit meiner Anweisungen ans Pferd. Ob es ein Zentimeter genauer Zirkel am Strick  ist oder ein halbe Sekunde genaues Zeitfenster in dem das Pferd reagieren sollte, beides erhöht unglaublich die Aufmerksamkeit und die Sicherheit.  Für die Pferde wird damit alles einfacher zu verstehen. Für den Reiter ist es  gar nicht so einfach…

Ian Benson

Freitag, August 19th, 2011

Ian Benson ist wieder für eine Weile in Deutschland und nach der Tagung auf Arhöna ist er auch wieder zu uns gekommen.  Leider war nur Zeit für jeweils ein Pferd pro Person und ich habe Eo gewählt weil er noch nie bei Ian vorstellig war. Sehr brav der Kerl, wie immer. Und obwohl Samira immer zu seinem Widerschaer Corleone hinschlawenselt ist und mit ihm geflirtet hat, konnte Eo sich nach kürzester Zeit voll auf die Aufgaben konzentrieren. Die gnädigen Zuschauer haben dann für ihn die Aufgabe übernommen seine Miniherde zu verteidigen. Das Thema war durch maximal präzise Anweisungen die Aufmerksamkeit und das Vertrauen auf sich zu lenken und dann die Shculterkontrolle zu verfeinern. Für ersteres habe ich z.B. einen Klebestreifen auf den Führstrick bekommen um einen genauen und gleichbleibenden Zirkel anweisen zu können. Für zweiteres sollte ich eine gerade Line gehen und den Eo dabei in Halbkreisen vor mir gerlaufen lassen… möglichst fließend… das üben wir dann noch mit dem fließend. Dieses Schulterherumschicken und auch die Kruppe herausschicken war die Vorübung zu dem Vorhaben. Hier soll möglichst niemals am Kopf des Pferdes gezogen werden. Erstens weil esunelegant und unnötig ist, zweitens weil es das Pferd auf die Vorhand bringst, was wir gerade nicht wollen. Also wie so oft bei Ian WENIGER machen, länger warten. Die Richtung in die das Pferd gehen soll wird nicht durch Zug am Strick angegeben sondern durcht hindrehem und Ellbogen hinzeigen. Dann bringt man etwas Bewegung von der anderen Seite rein und entlässt es in diese Richtung. Ist uns alles bekannt aber diesmal wurde noch genauer hingeschaut. Das Pferd soll selber auf die lösung kommen, Entscheidungen treffen, ausprobieren, die Konsequenzen und Nicht-Konsequenzen erfahren… und ich gebe ihm den Raum und die Zeit dafür. Eo war auf jeden Fall hochinteressiert und hochkonzentriert bei der Sache.

Nachdem Ian zu den nächsten Hilfsbedürftigen gefahren ist haben wir noch ein paar Runden gedreht und weil ein Hindernis auf dem Platz herumstand sind wir da mal drüber. Ich glaube Eo hat so etwas noch nie gemacht.  Er wirkte ertaunt darüber, dass er gerade da lang sollte wo diese Stange im Weg lag, hat die Aufgabe aber verstanden und mit bedacht gelöst. Erstmal gaaaanz langsam und vorsichtig ein Bein nach dem anderen, mit Verschnaufpause als die beiden Vorderbeine schon einmal drüber waren. Ich hab ihn so lieb, den schönen Mann!

Mirchen hatte heute nur Stoppelfeldgalopp zur Aufgabe. Leider war da noch kein Fotograf zugegen.

Den Strick mit dem schweren Karabinerhaken benutze ich nicht mehr. Nachdem Ian darauf hingewiesen hat, dass dieser nicht so nett ist habe ich das Ding auch direkt aus Versehen an den Ellenbogen bekommen und habe einen blauen Fleck.

Mehr Fotos hier.

Der Tag nach der Meißnerbezwingung…

Donnerstag, August 4th, 2011

…war eher erholsam:

Die “Berge” in Witzenhausen sind nicht ganz so ansterngend.

Hier geht man lieber ins Kino…

…oder plantschen.

Warten auf dem Supermarktparkplatz.

Eomir mußte mit seinem neuen “Zwangskumpel” Corleone ausgehen.

Und abends noch eine Runde mit M&M.

 

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