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Archiv: Verwandtschaft

Rasseporträt Kabardiner

Dienstag, Februar 23rd, 2010

Kabardiner – Exoten in Deutschland. Eine echte Liebhaberrasse.

Wie gut, wenn man eine Kollegin hat, deren Job unter Anderem die Betreuung des Kabardiner-Zuchtverbands in Deutschland ist. Und noch besser, wenn sie in die Heimatregion des Kabardiners im Kaukasus in Russland fährt, um sich dort die Zucht und Haltung anzuschauen. Denn sie hat tolle Fotos mitgebracht. Vielen Dank dafür, Claudia!

Kabardiner sind eine typische Gebirgspferderasse. Das bringt automatisch eine gute Trittsicherheit und Ausdauer mit sich. Es sind nicht unbedingt die schnellsten Pferde, aber können in Distanzritten so manch andere Rasse hinter sich lassen. In ihrer Heimatregion, Kabardino-Balkarien, werden sie als Lastenträger und Autoersatz genutzt, Hirten hüten auf ihren Rücken die Pferdeherden.

Aufgrund ihrer Zucht von Reitervölkern, für die das Pferd oft der wichtigste Besitz war, können sie sehr stark auf einen Menschen geprägt werden – ein sicherer Schutz vor Diebstahl. Sie haben einen starken Herdentrieb.

Es kommen vorwiegend Braune und Dunkelfüchse vor.

Kabardiner erfreuen sich übrigens auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit, auch wenn es noch eine sehr seltene Rasse hier ist. Es gibt lediglich 5 eingetragene Zuchthengste und 17 Zuchtstuten. Aber am liebsten möchten die Deutschen sowieso Pferde aus dem Ursprungsgebiet und importieren. Meist sind diese Pferde aber noch nicht ausgebildet. Klar, wenn man sich die unterschiedlichen Haltungsformen anschaut. In Kabardino-Balkaria werden die Pferde in großen Herden gehalten, die Weiden sind nicht eingezäunt, die Tiere werden also gehütet. Es gibt zwar teilweise einen kontrollierten Einsatz von Deckhengsten in einer Herde, eine lückenlose Abstammung darf man aber sicherlich nicht erwarten. Doch auch in Russland gibt es ein Stutbuch für die Kabardiner, in das sogar einige der deutschen Tiere aufgenommen wurden.

Na, habt Ihr Lust auf Kabardiner bekommen? Dann informiert Euch doch hier einfach ausführlicher! Oder macht am besten auch mal einen “Ausflug” in den Kaukasus und schaut Euch die tollen Pferdchen in ihrer Heimat an.

Seit wann gibt es bunte Pferde?

Sonntag, April 26th, 2009

Dazu gibt es neues aus der Forschung zu berichten. Auf einer Zeitskala wird das vermutlich erstmalige Auftreten einiger Farbvarianten aufgezeigt. Den Abstract kann man bei AAAS nachlesen.

Die edlen Pferde der Rajputs

Montag, Oktober 15th, 2007

Die Frage bleibt offen, ob die Ohren der Marwaris die indische Architektur widerspiegeln sollen oder ob die Architektur von den Ohren dieser Pferdchen inspiriert wurde…

Ich habe nur einmal eins gesehen, es war Dilraj und er stand im Pferdemuseum in Chantilly. Natürlich war er mit Abstand das beindruckendste Pferd dort. Das Bild oben zeigt Diwana, der lebt in Indien.

In Indien und Pakistan werden diese Tiere nicht nur als edle Reitpferde verwendet sonder sind auch Teil von Zeremonien, wo sie erlernte Tanzschritte vorführen. Hier eine Hochzeit.

Ein Satz zu der ewigen Diskussion ob diese Verwendung Freud oder Leid ist: Überall und in jeder Reitweise kann man Pferde gut oder schlecht behandeln, über- oder unterfordern und ihnen Dinge, für sie verständlich und in Ruhe, beibringen oder sie zwingen. Und man kann das in einer für die Pferde gesunden oder ungesunden Körperhaltung tun.

Das Kriegspferd der Karthager und Römer

Montag, September 10th, 2007

… in Niedersachsen

 

Wir haben das Gestüt Azzayani besucht und festgestellt, dass die Pferde der Berber in echt noch schöner sind als auf den Bildern. Das Gestüt ist super. Ordentlich gerittene Pferde, tolles Flair, viele Veranstaltungen mit marokanischem Essen und Musik und wenn man dort Urlaub machen möchte bekommt man sogar Fleisch aus artgerechter Tierhaltung serviert!

Die goldenen Pferde der Skythen

Montag, August 20th, 2007

Passend zur Ausstellung im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin hier ein Hinweis auf die Pferde dieses Steppenvloks, in dem im Übrigen auch Frauen mit Reiterbögen bewaffnet in die Schlachten zogen. Im berittenen Bogenschießen kann Mann und Frau sich auch in unseren Breiten messen.

Ja, und es gibt sie auch bei uns. Ein paar Liebhaber der Achal-Tekkiner sind hier zu finden. Kein Foto beschreibt diese Pferdchen jedoch wie ihre Aktion.

 

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