Kurs mit abenteuerlicher Fährenfahrt
Dienstag, 2013-05-14
Dienstag, 2013-05-07
Am 16. Mai hält Barbara Kelly einen Vortrag über Natural Hoofcare hier in der Uni in Witzenhausen. Von 14 bis 18 Uhr. Das wird garantiert gut!
Am 23. Mai besuchen wir zusammen das Weideparadies im Hanuetal. Um 12 Uhr fahren wir hier los. Auch das ist sehr spannend und schön.
Freitag, 2013-03-15
Diese fixe Idee geht teilweise so weit, dass Leute schon fast heulen wenn ihr Pferd sich mal nach einem Blatt am Baum reckt und am liebsten den Rehen, Zebras und Gnus Schlaufzügel umschnallen würden wegen der schlimmen Hirschhälse (ich weiß, ich übertreibe)… bei denen es noch nicht so weit gekommen ist kommt zumindest das Argument, dass es ja nicht natürlich ist, dass ein Mensch auf einem Pferd sitzt und man deshalb den Pferden die einzige gute Reittierhaltung, nämlich Kopf unten, beibringen oder im Notfall erzwingen müsse, denn mit Kopf oben drücken sie den Rücken weg, immer, außer sie senken die Hinterhand ab (also in der Piaffe?). Zu bemerken ist aber, dass wenn ein Pferd einen hohen Sprung angeht es in dem Moment vor dem Absprung den Kopf hebt und dabei beide Hinterbeine stark unter den Körper zieht. Dabei wird der Rücken rund, nicht hohl (leider habe ich auf die Schnelle kein Foto von diesem Moment gefunden). Vielleicht sieht man es in dem Video z.B. in der 0:19, 0:24, 0:42 oder 0:51.). Über dem Sprung geht es mit dem Hals in eine deutliche Dehnungshaltung und macht bei weiten Sprüngen, wenn überhaupt dann hier den Rücken “hohl”. Bei der Landung wiederum wölbt das Pferd den Rücken auf und hat den Hals relativ zum Rücken stark angehoben.
Ich will ja nicht behaupten Pferde drücken den Rücken nie weg wenn sie den Hals heben, im Gegenteil, verspannte Pferde tun meistens beides gleichzeitig und wenn der Rücken schmerzt heben sie meist den Hals an. Der Punkt sollte nur sein, dass es kein zwingendes Naturgesetz ist, dass ein hoher Hals ein Hohlkreuz erzeugt. So wie es in vielen Abbildungen suggeriert wird. Die Wirbelsäule des Pferdes ist aber eben KEIN Bogen der von der Hüfte Bis zum Genick geht (wie es leider auch in den tollen neuen FN-Richtlinien gezeichnet ist). Sondern sie sieht aus wie bei vielen anderen Vierbeinern auch, der Hals in S-Form und die Rückenwirbelsäule eher konvex als konkav. Sie sieht nur wegen der langen dornfortsätze konkav aus.
Da das Pferd, wie auch andere Vierbeiner, kein Schlüsselbein hat (das lernt jeder Reitanfänger beim kleinen Hufeisen auswendig), ist die Wirbelsäule an der Brust nur durch Muskeln und Sehnen befestigt. Deshalb sinkt das Pferd zwischen den Schultern ein wenn sich ein Reiter draufsetzt. Das sieht dann aus wie ein Holkreuz wie es sich die meisten vorstellen. Senkt das Pferd nun den Hals, zieht es damit zwar an den Sehnen und zieht den Rücken etwas hoch, das Grundproblem, dass es zwischen den Schultern absackt ist damit jedoch nicht behoben. Im Gegenteil, es kann den Brustkorb zwischen den Schultern nur durch Muskelkraft oben behalten und dafür müssen diese Muskeln auch trainiert und nicht die Bänder gedehnt werden.
Wir haben mal tolle Fotos mit Pfeilen gemacht und einfach mal geguckt wie es aussieht wenn wir einem unserer Pferdchen den Kopf tief bzw hoch bitten. Auch im Steigen hatte Samira den Rücken eher angehoben und das bei maximaler anspannung des langen Rückenmuskels und “rausgedrücktem Unterhals”. Oder unser Rätsel was ich nach den Anfeindungen wegen des Eimerversuchs mal ausprobiert hatte. Es sind nur Anekdoten aber zumindest konnten wir uns überzeugen, dass es jedenfalls nicht IMMER so ist wie oft behauptet: Kopf runter > Rücken hoch, Kopf hoch > Rücken runter. Es kommt eben darauf an. Hier ist es z.B. nicht so. Und bei dem auch nicht.
Natürlich sollte ein Pferd was sich als Reaktion auf den Zügelkontackt hohl macht als allererstes in die Dehnungshaltung gebracht werden bis es sich nicht mehr fürchtet und zwar mit Zügelkontakt auch in der Dehnung, denn es soll ja eben nicht lernen den Kontakt zu meiden, vielmehr soll es lernen ihn zu suchen.
Dienstag, 2013-02-12
So wie man nicht sagen kann oder sollte, dass man zwar reiten möchte, sich aber nicht für Pferdeverhalten interessiert, muss ich mir eingestehen, dass man auch nicht Pferde halten kann oder sollte ohne sich für Pferdehufe zu interessieren. Nach einem ersten angelesenen Überblick schien mir das Natural Hoofcare Konzept am passendsten. Also waren wir auf einem Hufkurs im Weideparadies im Haunetal und sind uns alle einig: Die Investition hat sich gelohnt!
Ich kann natürlich nicht einen ganzen Tag Informationsfutter, Theorie, Beispiele unterschiedlicher Hufprobleme und Erfahrungen die uns geboten wurden (plus die Erkenntnis, dass der vegane Kuchen am leckesrsten war) hier wiedergeben. Vor allem die sehr gründlichen Begründungen für die gezogenen Schlüsse kann ich nicht widergeben sondern höchstens was ich mir für meine Praxis im Fall meiner Pferde gemerkt habe. Also versuche ich einfach mal durch ein paar Aha-Effekte die Neugierde für das Thema zu wecken.
Fußabdruck und Schuhabdruck
Die erste Idee ist es die Hufunterseite in zwei Bereichen zu betrachten: den Fußabdruck, den man im Normalfall nicht anrührt und den Schuhabdruck an dem man lenkend kleine aber wichtige Korrekturen vornehmen kann. Wobei der erlaubte Schuhabdruck nur aus der äußeren Hufwand besteht und da auch nur von unten, was nicht so viel ist an dem man herumraspeln darf… Hufmesser sollten wir alle am besten wegwerfen, in den Müll! naja, voelleicht kann man damit ja auch Spargel schälen oder so. Insgesamt wurde die Komplexität und die Wichtigkeit der weichen Gewebe im Huf betont.
Der dicke feste Ballen
Ein Kennzeichen für die erwünschte starke Ausprägung von schützendem und dämpfendem Gewebe im Huf und eine damit verbundene hohe plazierung des Hufbeins in der Hufkapsel ist ein fester und voluminöser Ballen oberhalb des Haaransatzes am hinteren Kronenrand. Ist der Ballen über dem Haaransatz eingefallen weist das darauf hin, dass das Hufbein in der Kapsel abgesackt ist und/oder nicht genug Strahlpolster vorhanden ist. Absinken kann hauptsächlich etwas was in der luft hängt. Deswegen wurde der Begriff “Hufaufhängung” als nicht so glücklich angesheen. Denn die Idee ist, dass der Huf eben NICHT über die Lamellen komplett an der Hufwand hängt sondern, dass er von unten auch gestützt wird. Von einem robusten Strah, feste Sohle und viel Strahl- und Ballenpolster. Dazu eine, den Bodenverhältnissen angepasste Sohlenwölbung.
Die Sohlenwölbung ist natürlich nur möglich wenn das Hufbein weit oben in der Kapsel ist und darf auf keinen Fall einfach dahingeschnitzt werden.
Das Strahlenpolster wird aufgebaut wenn der Huf dazu animiert wird was durch kontinuierliche Bewegung auf geeigneten Böden passiert wenn der Huf mit dem Ballen zuerst landet. Ein gesunder und unempfindlicher Ballen ermöglicht diese korrekte Ballenlandung des Hufs. Solange der ballen noch nicht gut genug ist kann und sollte man Hufschuhe anziehen damit das Pferd nicht in den Teufelskreis kommt den Ballen zu schonen und dadurch seine Entwicklung zu hemmen. In schlimmen Fällen gibt es Hufschuhe die rund um die Uhr drauf bleiben, in weniger schlimmen Fällen benutzt man sie nur zum reiten und ermöglich dem Huf den Rest der Zeit normalen Kontakt zum Boden. Die An- und Ausziehbarkeit von Hufschuhen und somit die graduelle Anpassung an ein gesundes Hufleben ist ihr großer Vorteil. berührt ein verkümmerter Strahl den Boden auch bei Belastung garnicht, kann man Einlagen in Strahlform un die Schuhe legen.
Die Eckstreben wollen einen Strahl bauen
Dem Strahl kommt also eine wichtige Rolle zu und je breiter und kompakter er ist, desto besser. Kompackt ist er wenn er durch Bodenkontakt komprimiert wird und wenn er frei von Pilz- und Bakterienbefall ist. Furchen sind also ein schlechtes Zeichen was aber durch eine “Ballensanierung” mit zinkhaltiger Salbe und NICHT durch ausschneiden des Strahls bekämpft wird. Die Eckstreben werden von vielen Hufbearbeitern gekürzt, oftmals aus ästhetischen Gründen oder weil sie angeblich auf die Sohle drücken. Was man weiß ist, dass Druck auf die Eckstreben im Inneren des Hufs die Bildung von Solenhorn und die Produktion von Knorpelfasern anregt. Die Beobachtungen lassen vermuten, dass die Eckstreben vorübergehend andere Strukturen (z.B. Ballen oder Strahl) entlasten indem sie prominentere Formen annehmen und sich, wenn es nicht mehr nötig ist wieder zurückbilden. Deswegen wird zumindest nicht ohne triftigen Grund an den Eckstreben herumgekürzt. Denn vielleicht bauen sie sich ja gerade einen Strahl…
Hufwand und “Mustangrolle”
Ein gängiges Problem, sind etwas zu lange Zehen was zu einer Zerrung der Lamellen führt, die die Hufwand mit der Hufkapsel verbindet. Der oben am Huf angelegte Winkel kann dann oftmals nicht bis zum Boden hin gehalten werden und der Huf nimmt eine konkave Form an. Die Hufwand aber dient zum Schutz der inneren Hufteile und sollte so dich wie möglich sein. Deswegen ist es NICHT angebracht den “Schnalbel” vorne einfach wegzuraspeln. Das würde die Hufwand nur dünner machen. Was kann man also machen um unsere suboptimalen Haltungsbedingungen auszugleichen? Es bleibt uns nur die so genannte Mustangrolle: Die äußere Hufwand kann im bis zu 45° Winkel (je nach Boden auf dem das Pferd laufen soll, auf weichem tiefen Boden steiler, auf hartem geraden Boden flacher; also auch je nach Jahreszeit) von unten angeschrägt werden bis sich der Huf neu organisiert hat und wenn man die Haltungsbedingungen anpasst sogar so bleibt. Man raspelt also von unten den pigmentierten äußersten Rand* des Hufes mit sagen wir 45° zum Boden ab. Der Huf wächst nach, durch diese Maßnahme (weil weniger Hebelwirkung) ein Stück weiter an dem Winkel entlang der nah am Kronenrand angelegt wurde. Macht man das über einen Zeitraum hinweg hat man irgendwann einen geraden Huf bei dem die weiße Linie schmal und gesund ist. Bei leicht schiefen Hufen kann man die längere Seite steiler anschrägen als die kurze. Mehr darf man bei einem normalen Huf nicht machen. Bei krassen, deformierten Hufen darf man es eh nicht selber herumschneiden und raspeln. Keiner der kein Chirurg ist würde es wagen bei anderen Gelenken herumzubasteln.
Die Idee ist ist hier von der Seite darsgestellt. Es wird also die Hufwand von unten angeschrägt um es ihr zu vereinfachen an der gedachten Linie, wie oben angesetzt, weiter zu wachsen. Die Abschrägung beginnt da wo die Verlängerung des gut geformten hufs den Boden treffen würde. Von da aus 45° nach oben. Von der Höhe wird nichts weggenommen.
Von unten gesheen würde in dem Beispiel von der schwarzen zur gestrichelten Linie abgeschrägt. Die schwarze würde also den Boden berühren und die gestrichelte dann in der Luft sein.
Hufbein und hydraulischer Stoßdämpfer
Da Mustanghufe alle niedrige Trachten haben könnte man dazu neigen die Trachten zu kürzen. das ist aber keine gute Idee. Erstens ist die Haupteigenschaft der Mustangtrachten, dass sie gerade bis ausgestellt sind (also nicht untergeschoben) und zweitens sind die Ballenpolster dort sehr dick was das Hufbein hinten um einen Winkel von 3° bis 8° anhebt. Wird der Huf in der Bewegung voll belastet, verbreitert er sich vor allem im Ballenbereich und senkt sich dabei hinten ab bis das Hufbein dann, im Moment der höchsten Belasung, parallel zum Boden steht. Das ermöglicht einen relativ neu entdeckten Mechnismus im Huf. Nämlich ein hydraulischer Stoßdämpfer: Wenn das Pferdebein sich in der Luft nach vorne bewegt fließt vermehrt Blut in/unter den Huf. In dem Moment in dem das Pferd den Huf belastet klemmen die scharfen Kanten des Hufbeins die Blut Zu- und Abfuhr ab. das Pferd tritt also auf ein Flüssigkeitsgefülltes Kissen (wer Futurama geguckt hat: so wie bei Kif, haha). Im Moment des Entlastens hebt sich zuerst der hintere Teil des Hufbeins und das unter Druck stehende Blut schießt wieder nach oben. Dieser Mechanismus ist auch desegen wichtig weil das Röhrenbein keine Muskeln die so eine Funktion wie eine Wadenpumpe bei uns erfüllen könnten.
Erbsenkies und wenig Stehzeit
Das wichtigste ist wie immer, wie vor allem wie immer beim Umgang mit Pferden und Reiten nicht hie und da einen Trick oder Kniff anzuwenden sondern das Gesamtsystem stimmig zu gestalten. Es ist gut Kniffe zu kennen (wie im Fall der Hufe das Anlegen einer Mustangrolle) aber der Kniff allein wird nicht ausreichend sein. Neben angemessener Fütterung natürlich ist es wichtig die Stehzeit der Pferde zu minimieren. Ich selber habe bei der Forderung den Pferden viel Bewegung zu geben heimlich gedacht “Wenn ich drei Stunden durch den Wald galoppiere haben sie ja an dem Tag schon ihre Kilometer gemacht.” Darum geht es bei der Hufgesundheit aber nicht. Nicht um die Strecke sondern um die Zeitspanne in der sie in Bewegung sind. Drei Stunden rennen und 21 herumstehen bringen es nicht. Also wäre eine Maßnahme das Heu weitläufig auf den Auslaufflächen zu verteilen, damit sie den ganzen lieben langen Tag herumlaufen und das Heu einsammeln. Und das auf möglichst unterschiedlichen Böden. Wobei 8 mm runder Kies offenbar die besten Effekte auf die Hufe hat. Man könnte also überlegen wie und wo man die Pferde dazu bringt über einen Bereich mit diesem Erbsenkies zu laufen.
Das war schon mehr als ich eigentlich schreiben wollte aber weitaus weniger als es zu wissen gibt. Weiterlesen kann man u.A. hier auf der Seite von Pete Ramey und nach Natural Hoofcare im Internet suchen. Da kann man sich dann die nächsten Jahre durchlesen. Ich würde, ach ne ich bin ja schon, zu einem Workshop mit Barbara Kelly gehen!
* Bei weißen Hufen der Rand der bei dunklen Hufen pigmentiert wäre.
Dienstag, 2013-01-29
Wokshop mit Barbara Kelly war super und auf jeden Fall empfehlenswert! Sobald ich Zeit habe kommt ein Bericht.
Dienstag, 2013-01-29
Im Jahr 2010 haben Kathrin Kienapfel und Holger Preuschoft aus der Universität Bochum sich die Mühe gemacht und nachgemessen, dass ein Pferd mit zugebundenem Maul dieses nicht auf bekommt. Hehe,… Nein, im Ernst, es gibt ja tatsächlich Leute, bzw. es wird in der breiten Praxis so gehandhabt, die die Nasenriemen eng zubinden. Obwohl es in allen Reitlehren anders empfohlen wird. Die so genannte Zwei-Finger-Regel wird praktisch nie beachtet. Entweder es wird behauptet sie gelte nur für den Sperriemen, nicht aber für das englische Reithalfter oder es werden zwei Finger seitlich in die Nasenhöhle des Pferdes geschoben, was natürlich überhaupt nichts zur Lockerheit des Riemens aussagt. In der Studie kann man es nun nachgemessen nachlesen (auf deutsch).
Man sollte ja nie müde werden diese Offensichtlichkeit so lange zu wiederholen, bis es nicht mehr normal ist einem Pferd das Maul zuzubinden, ja sogar Umlenkrollen an die Reithalfter zu bauen und Gummiunterlagen darunter zu legen damit sich keine Ödeme bilden! Mal ganz davon abgesehen, dass es doch zumindest überdenkenswert ist ob es gut ist, wenn man mit einem Tier komunizieren möchte, als erstes dessen Maul zuzubinden um seine Reaktionen auf die “Kommunikation” zu unterbinden.
Samstag, 2013-01-26
Die Sache mit der Pferdstirn und der Senkrechten raubt so manchem den Nerv.
Mir weil es mich wirklich bestürzt wie unterschiedlich die Wahrnehmung einer so einfach zu erkennenden Gegebenheit ist, wie ob etwas vor oder hinter dem Lot zum Erdmittelpunkt steht (zumindest wenn es nicht um Nachkommastellen genau sein muß) sowie dessen Häufigkeit und Dauer (”mal” und “kurz”), sein kann.
Manch anderen weil angebliche Haarspalter und Pingel es immer “übertrieben” genau nehmen müssen und das lästig ist. Ein häufig verwendetes Argument ist die Tatsache, dass manche Pferde eben dazu neigen hinter die Senkrechte zu kommen.
Das Argument finde ich persönlich interessant! Denn es gibt ja auch Pferde die dazu neigen über oder gegen den Zügel zu gehen. Manche neigen dazu, wenn sie einen Reiter auf ihrem Rücken spühren, klemmig zu gehen oder wegzurennen oder gar den Rücken wegzudrücken…
Wenn wir beim Zügel und der Tendenz mancher Pferde dahinter zu kommen bleiben, ist es interessant, dass meistens genau die Reiter die dies als “ist bei manchen eben so” hinnhemen wesentlich weniger großzügig bei Pferden sind die eben dazu neigen über oder gegen den Zügel zu gehen. Vielleicht liegt es daran, dass man letztere mit ein wenig “Ritsch-Ratsch” auf dem Zahnfleisch oder im Zweifelsfall indem man dieses an den Sattelgurt festbindet, auch auf einfache Weise beheben kann. Damit es nicht zu auffällig ist was die Pferde davon halten, muss man zusätzlich nur noch das Maul noch zubinden. Hat das Pferd dann verstanden, dass es den Kopf besser unten behält, muss man ab da die Hände einfach still und tief halten und fertig ist die Laube. Nicht schwer zu bewerkstelligen will ich meinen. Nicht, dass das eine elegante Lösung wäre aber es sieht auf den ersten Blick nach einer aus.
Bei Pferden die dazu neigen hinter den Zügel zu kommen ist die Korrektur (das Verständnis des Pferdes, dass es den Kontakt suchen und halten soll plus das Vertrauen es mit entspanntem Maul zu tun) etwas komplizierter. Und weil kompliziert doof ist und es mit der einfach zu merkenden Regel die Hände immer tief und still zu halten und ordentlich zu treiben meist eben nicht getan ist, wird es einfach als “kann man nichts machen” hingenommen oder gar als erwünscht umdeklariert.
Dafür, dass das aber nicht wünschenswert ist gibt es diverse Argumente. (Gleichgewicht ist auf den Vorderbeinen, in der Kommunikation fehlt das “Wort” für Genick öffnen, die gewünschten Muskeln werden nicht trainiert sondern andere, es bildet sich ein falscher Knick im Hals und das ist ungesund, das Pferd kann nicht gucken wo es hinläuft es kann schlechter atmen,…). Sprengt leider den Rahmen.
Da die Pferde die dazu neigen hinter den Zügel zu kommen ohne Reiter diese Neigung meistens weniger zum Ausdruck bringen (außer wirklich mal und kurz) wäre mein erster Lösungsansatzgedanke am anderen Ende des Zügels etwas anders zu machen und/oder dem Pferd einfach beizubringen den Zügel anzuspannen.
Das waren meine heutigen Gedanken als es mal wieder hieß: “Es gibt eben Pferde die gehen halt mal leicht hinter der Senkrechen.” Stimmt ja auch aber deshalb kann man dem Pferd ja dennoch beibringen es nicht mehr zu tun.
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